Reis soweit das Auge reicht
Durch die Aktivitäten der letzten Tage sowie dem anfänglichen Jetlag hänge ich etwas hinterher was die Dokumentation unserer Reise betrifft und was mich ein wenig unter Druck setzt. Ich werde mich daher etwas kürzer fassen, aber der heutige Tag ist vergleichsweise schnell erzählt.
Angesichts des Spaßfaktors gestern haben wir beschlossen,
heute nochmal für 3 Stunden einen Buggy zu mieten und einfach nochmal durch die
Gegend zu fahren und ein paar Fotos zu machen. Das haben wir für den frühen
Nachmittag geplant. Für den Vormittag haben wir daher eine
Massage gebucht. Sehr vorausschauend denn was sich gestern bereits ankündigte
ist heute schmerzhafte Realität. Treppe hinabsteigen GEHT GAR NICHT. Ich habe
die traditionelle Lao Massage bei Schwester Rabiata und Bine die Aromaöl-Therapie.
Jeder entspannt halt anders.
Um 14:00 Uhr nehmen wir unseren Buggy in Empfang, es ist
diesmal ein 4-Sitzer. Ich weiß nicht ob das der Bonus fürs Wiederkommen oder
Mitleid mit den alten Leuten war, sie begründen es damit, dass die 2-Sitzer für
heute aus sind. Das Ding sieht nicht ganz so cool aus wie der gestern, bietet
uns aber die Möglichkeit unsere Rucksäcke auf dem Rücksitz statt im Fussraum
abzustellen. Qualitativ ist es leider auch ein Abstieg. Die Dämpfer oder
irgendwelche anderen Teile quietschen und schreien nach Inspektion und
die Lenkung ist sowas von wachsweich. Zum Glück kam es in all der Zeit nicht zu
Extremsituationen, o.k. vielleicht das Huhn, welches laut krähend vor meiner
Haube entlang schoß.
Das Wetter ist heute leider nicht ganz so schön wie gestern, aber wir finden die richtigen Momente, wenn die Sonne zwischen den Wolken hervorschaut. Wir schießen ein paar nette Fotos und ich schicke die Drohne hoch.
Wir drehen eine große Runde irgendwas um 20 km und der Himmel wird immer dunkler. Auch wenn das manchmal tolle Lichtsituation bringt, denken wir an gestern und lassen uns langsam zurücktreiben.
Gegen Ende stoppen wir nochmal an einem kleinen Resort, welches wir bei unseren Hotelrecherchen gefunden haben. Es besteht aus einer Reihe von Zelten in Kugelform die auf dem Grün verstreut stehen. Zur Anlage gehört auch eine Bar in der gerade Salsa gespielt wird. Verrückte Asiaten.
Wir entschließen uns zu einem kurzen, kleinen Beerlao, um unsere Mietdauer voll auszuschöpfen und geben pünktlich um 17:00 Uhr unseren Buggy wieder ab.
Kommen wir nun zum einzigen Aufreger des Tages: Für morgen
ist unsere Weiterfahrt nach Luang Prapang geplant. Anders als von Vientiane
nach Vang Vieng ist der Minivan diesmal keine Option. Es sind zwar auch nur
etwa 170 km, aber je Verkehrslage und Kompetenz des Fahrers dauert die ganze
Aktion zwischen 5 und 8 Stunden. Außerdem werden solche Gefährte in der Regel
bis zum Stehkragen mit Passagieren und Gepäck gefüllt, heißt ist warm und
riecht. Was die Straßenverhältnisse angeht, spricht der Asiate normalerweise
von einer Bumpy Road.
Da bietet der Zug, namentlich die Lao China Railway, echten
Komfort. Es ist der gleiche Zug wie beim ersten Mal und er braucht planmäßig 50
Minuten. Ich habe gestern 2 Tickets für den Zug um 12:20 Uhr gebucht. Heißt
entspanntes letztes Frühstück im Hotel und trotzdem gegen 14:00 Uhr in unserer
nächsten Unterkunft. Beim ersten Mal gab es zunächst die Bestätigung von 12Go
und ca. eine Stunde später die Tickets vom eigentlichen Tour Operator. Seit
meiner Buchung sind heute Morgen bereits 24 Stunden vergangen, so dass ich mich
entschließe, 12Go anschreibe und zu fragen wo es klemmt. Es kommt eine mehr
oder weniger automatisierte Antwort die mit dem Hinweis endet, im Bedarfsfall
direkt den Tour Operator anzusprechen. Mache ich.
Die Antwort kommt per Mail gegen 14:00 Uhr, da kämpfte ich
gerade mit den Elementen in Form eines Buggys auf einer Bumpy Road. Ich sehe
sie daher erst bei der Rückkehr ins Hotel. Kernaussage: Sorry for being late,
aber der Zug um 12:20 Uhr ist leider schon ausgebucht. Wir können Ihnen 16:52
Uhr anbieten. Besser als nichts, aber dann wären wir nicht vor 18:00 Uhr im
Hotel. Wir wollen aber morgen bereits weiter und müssen noch einiges
organisieren, ist also keine Option. Ich frage bei uns im Hotel nach und offensichtlich
haben sie Zugriff auf Kontingente und mit etwas Glück geht auch 12:20 Uhr. O.K.
bitte buchen, um den Rest kümmern wir uns später. Heißt im Klartext, ich
schreibe den Tour Operator an und sag ihm er möge meine Anfrage stornieren.
Danach schreibe ich 12Go an und frage, wie meine Storno-Optionen aussehen, da
die versprochene Leistung nicht geliefert wurde (Originaltext Bine). Es dauert
ca. 15 Minuten, da ruft mich der Tour Operator an und meint, er könne jetzt
auch Tickets für den Zug um 12:20 Uhr besorgen. Ich sag ihm, dass sich das
Zeitfenster bereits geschlossen hat, da ich mich selbst gekümmert und
mittlerweile 2 Tickets. Nebenbei noch 10,-- EUR günstiger.
Nach dem Essen sind die Tickets bestätigt und auch 12Go hat
sich gemeldet und überweißt den gezahlten Betrag anstandslos. Geht doch.










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